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Samarkand

Stadt aus 1001 Nacht

Samarkand ist eine Stadt aus Tausendundeiner Nacht. Es liegt in Sogdien im heutigen Usbekistan.

Im Jahr 392 v. Chr. eroberte Alexander der Große die Stadt und seitdem entwickelte sie sich zue einem bedeutenden Handels- und Wissenszentrum des Islams. Das verstärkte sich, seitdem Timur Lang Samarkand zur Hauptstadt gemacht hatte.
Im 14. Jahrhundert galt Samarkand als die schönste Stadt der Welt. Es war Tamerlan, der Dschingis Khan nachfolgte und das mongolische Großreich wieder aufbauen wollte. Er wählte Samarkand als Hauptstadt seines Reichs aus. Beeindruckende Bauten wurden errichtet – von den Sklaven Tamerlans. Darunter Registan, einen der schönsten  Plätze islamischer Kultur.
Samarkand verdankte seine Bedeutung seiner zentralen Lage zwischen den Ebenen von Fergana im Nordosten, Baktrien im Süden, dem Pamir und China im Osten und dem sassanidischen Reich im Westen.
Das Volk der Sogdier ließ sich auch in China, Indien, Baktrien und dem Mittleren Osten nieder und stand weiterhin mit ihrer alten Heimat in guten Handelsbeziehungen.
Nach dem Niedergang der Seidenstrasse verfiel Samarkand wie auch die anderen einst blühenden Handeslmetropolen Zentralasiens, etwa Bukhara. Ihre Stadtbilder blieben aber zum größten Teil erhalten. Heute bemüht man sich zunehmend um die Restaurierung.
Nach umfassender Restaurierung ist die Große Moschee Bibi Hanim eine der schönsten Moscheen des Orients. Ihr Bau wurde von Timur veranlasst. Weitere bedeutende Baudenkmäler ins Samarkand sind die Mausoleen Ruchabad und Gur-e Amir, die Grabstätte Amir Timurs. Im Jahr 1404 wurde unter Timurs Leitung mit dem Bau der Anlage begonnen. Sehr schön ist auch die Bibi-Chanum Moschee. Der charakteristische große Eingangsbogen der Moscheen ist von sassanidischen Bauten abgeschaut worden.

Sehenswürdigkeiten in Samarkand

Von Taschkent ist man in etwa vier Stunden dort. Am besten reist man mit dem Taxi, "historischer" vielleicht, jedenfalls aber preiswerter mit dem Expresszug "Registan". Die Zugfahrt ist jedoch nicht dienstags oder mittwochs möglich. Samarkand hat etwa 300.000 Einwohner. Der Registan ist der Hauptplatz der Stadt. Dort bewundert man Konranschulen mit blauen Kuppeln, die reich mit Majolika, alten, handbemalten Kacheln, verziert sind. Majestetische Torbögen, marmorne Treppen, glänzelnde Kuppeln - das ist die Pracht am Rigestan, die sich auf die Menschen überträgt. Hier findet man alle Ethnien Asiens: Usbeken, Russen, Tadschiken und Mongolen. Das orientalische Samarkand, mit engen Gassen und Basaren, wie man es sich in seinen Fernwehträumen vorstellt, das jedoch findet man nicht. Die Paläste sind "wie neu", ohne Anzeichen antiken Alters, die Plätze sauber, die Häuser hoch. Sucht man die Tradition, so muss man in die mahallas gehen, die Nachbarschaftsgemeinden.
Ist man einmal in Samarkand, so schaut man sich neben dem Rigestan auch das Mausoleum Gur-e Amir an, die Grabstätte Timurs. Er liegt in einer Krypta unter einem Stein aus Jade. Vielleicht kehrt man kurz nach 18.00 Uhr noch einmal auf den Rigestan zurück und hält ein Trinkgeld bereit. Denn dann ist Feierabend für die grün uniformierten Wächter, und sie führen Touristen gern auf die Minarette hinauf. Eindrucksvoll ist auch das abendliche Licht- und Musikfest am Rigestan.Sehenswert ist auch das Hamam Dovudi, das gegenüber der Synagoge im alten jüdischen Riertel liegt. Männer und Frauen erhalten hier allerdings nur zu getrennten Zeiten Einlass. Die kleine Fabrik Samarkand Bukhara Silk Carpets liegt in der Nähe der Gräberstadt Schah-e Sende. Hier kann man bestaunen, wie Seide per Hand zu Teppischen geknüpft wird. Für die Nacht empfehlenswert ist das Hotel Antica in der Iskandarov 58, ganz in der Nähe des Gur-e Amir. Dort spricht man (auch) Deutsch. Die Zimmer liegen um einen Innenhof, der einen alten Maulbeerbaum beherbergt. Man kann von Samarkant auch eine Tagesfahrt nach Schachrisabs, dem Geburtsort des Mongolenherrschers Timur, unternehmen. Entweder fährt man mit Sammeltaxis oder Minibussen oder nimmt das Angebot einer lokalen Reiseagentur wahr. In Schachrisabs sind Ruinen seines Sommerpalastes zu bestaunen. Hat man noch mehr Zeit, so kann man einen Abstecher ins Fergana-Tal unternehmen, wo Seide produziert wird. Oder man besucht das Biosphärenreservat Nuratau-Kyzylkum in der Nähe des Ajdarkul-Sees und den Nuratau-Bergen im Norden von Samarkant. Dort kann man bei Einheimischen übernachten.

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