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Faszination Seidenstrasse -
von Seide bis Marco Polo
 

Usbekistan

Samarkand und Bukhara

Usbekistan mit seinen Städten Samarkand und Bukhara gehörte sicher sicher zu den Zentren der Seidenstrasse.

Voraussetzung für die Einreise ist ein Reisepass und ein Visum. Das Visum wird für einen Monat ausgestellt, von der usbekischen Landesvertretung für Touristen.
Usbekistan erreicht man von Deutschland per Direktflug. Der Flug dauert etwa sieben Stunden.
Ist man in Usbekistan angekommen, so besteht eine Meldepflicht bei der örtlichen Behörde innerhalb einer kurzen Frist. Die Anmeldung wird auch von Hotels als Service übernommen.
Die Infrastruktur ist nicht gut ausgebaut. Vor Ort kann man sich mit Bus oder Taxi fortbewegen. An Bahnhöfen kann man auch Mietwagen mit Fahrer mieten.
Unterkünfte westlichen Standards gibt es noch nicht sehr viele, man arbeitet daran. Es stehen aber Privatpensionen in ausreichendem Maß zur Verfügung.
Für Reisen am besten geeignet sind die Jahreszeiten Frühjahr und Herbst.

Die Seidenstrasse führte durch die Städte Samarkand und Bukhara. Wenn man von Taschkent über Samarkand uns Schahr-e Sabs nach Termes an der afghanischen Grenze fährt, so folgt man der alten Seidenstrasse. Die Karawansereien sind jedoch nur noch als Ruinen erhalten, so etwa die Ruinen von Rabat-e Malek.
Samarkand und Bukhara waren die bedeutendsten Handelszentren, die man auf der Seidenstrasse finden konnte. Die Städte dienten zusammen mit den Krawansereien als Schutz vor Überfällen, als Versorgungsstation und Warenumschlagplatz.

Die Reise auf der usbekischen Seidenstrasse

Auch Usbekistan wurde 1991 in die Unabhängigkeit entlassen. Es wird von dem Regime des Präsidenten Islom Karimov regiert. Nach der OSZE ist er nicht ausreichend demokratisch legitimiert. Andischan ist die erste Station der modernen Karawanen der Seidenstrasse in Usbekistan. Im Mai 2005 fand hier eine Großdemonstration für Reformen statt, die jedoch mit Waffengewalt niedergeschlagen wurde. Die Regierung wirft den Mantel des Schweigens über diese Vorfälle, bei denen es wenigstens 1000 Tote gab. Nach der Regierungsversion war ein Gefängnis von bewaffneten Männern gestürmt worden. Islamische Terroristen hätten einen Putsch versucht. Von einer Demonstration oder einem Volksaufstand ist offiziell keine Rede. Auch bezüglich der Landesgeschichte griffe Karimov zu eigenen Mitteln. Er setzte den islamischen Eroberer Timor auf den Thron der Geschichte und machte ihn zum Landesvater aller Usbeken und zum neuen Nationalheld. Timor, der sich selbst zum Schwiegersohn Dschingis Khan ernannt hatte, war jedoch Mongole! Er lebte im 14. Jahrhundert und war ein grausamer Herrscher, bekannt dafür, dass er Pyramiden aus Menschenschädeln auftürmte.
Von Andischan führt die Seidenstrasse nach Kokand. Beeindruckend ist die dortige Moschee, besonders, wenn sich dort mehrere hundert Gläubige zum Freitagsgebet versammeln.
Die Hauptstadt Usbekistans ist Taschkent. Dort kommt man nicht umhin, im Amir Timur Park ein Reiterstandbild des Eroberers Timor zu betrachten. Er ersetzte das von Karl Marx. Ganz in der Nähe liegt das neue Timuriden Museum. Hier findet man jedoch auch viel Personenkult um den Präsidenten Karimov. Aus der Zeit der Sowjets stammt die Metro. Da sie auch als Atomschutzbunker diente, darf man dort auch heute auf keinen Fall Fotografieren. Aber die Station Kosmonavtlar, die in blauen Wandmosaiken Juri Gagarin und andere Kosmonauten zeigt, kann man auch ohne die Fotolinse bewundern. Eine Sehenswürdigkeit ist auch der Fernsehturm mit dem Restaurant Koinot auf 110 Meter Höhe. Klar, hier kann man die Stadt gut überblicken. Ein Highlight der Stadt sind auch die Bankautomaten, die es in ganz Usbekistan sonst nicht gibt. Einer befindet sich beispielsweise im Hotel Interconti. Man sollte sich mit Bargeld eindecken. Einen Besuch wert ist der Chrosu-Basar, wenn man Zeit zum Bummeln hat.
Nun näheren wir uns einer Stadt, dessen Name wie der eines Märchens aus 1001 Nacht klingt: Samarkand.
Weitere Station der usbekischen Seidenstrasse ist Buchara, von Samarkant gut mit dem Zug zu erreichen. Buchara ist weit mehr orientalisch als Samarkant. Es liegt zwischen Kysylkum, der Roten Wüste, und Karakum, der Schwarzen Wüste. Hier findet man orientalische Kuppelbauten, Moscheen und Koranschulen. Um das Lab-e Haus, einem Wasserspeicher, gibt es viele Restaurants und die engen Gassen um das Kalan-Minarett laden zum Bummeln ein. In der Nähe des Sommerpalastes des letzten Emirs von Buchara liegt der Basar der Karawanen. Hier warten Sammeltaxis auf ihre Fahrgäste Richtung Chiwa, der nächsten Station der Silkroad Usbekistans.
Chiwa erreicht man nach etwa sieben Stunden Autofahrt. Einen Überblick über die Altstadt verschafft man sich am besten während einer Fahrt mit einem Riesenrad aus den Zeiten der Sowjetunion. Es ist in der äußeren Stadt, nahe dem Westtor aufgebaut. Aus der Gondel blickt man über die Stadtmauer und auf die Zinnen der Altstadt. Diese betritt man dann durch das Westtor, nachdem man Eintritt bezahlt hat. Interessant ist auch die Festung (Ruinen) Ajas Kale. Dort trifft man oft Nomaden mit ihren Kamelen. Die Ausflüge dorthin kann man am Touristenbüro beim Westtor buchen.

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