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Faszination Seidenstrasse -
von Seide bis Marco Polo
 

Reiseinformationen

Tipps für die Seidenstrasse

Um einen Überblick zu erhalten und eine Orientierung zu bekommen, geben wir die nachfolgenden Reise-Infos für die Seidenstrasse.

Sicherheit an erster Stelle

Sicherheitsrisiken bestehen für die Länder der Seidenstrasse nicht, mit Ausnahme des Iraks und Afghanistans und einigen Gebieten des Irans, die an Pakistan, Afghanistan oder die Kurdengebiete der Türkei grenzen. China, Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Turkmenistan und der Iran gelten als sichere Reisländer. Aktuelle Infos kann man sich beim Auswärtigem Amt einholen. Dort wird eine Internetseite geführt.

Visum bzw. Visa

Für jedes Land der Seidenstrasse ist ein Visum erforderlich. Für Turkmenistan benötigt man zusätzlich eine Einladung. Hier muss man sich an ein auf dieses Land spezialisiertes Reisebüro wenden. Für die Türkei ist kein Visum erforderlich. Die Visa beantragt man bei den jeweiligen Botschaften. Das braucht jedoch seine Zeit. Zu beachten ist, dass manche Visa nur eine begrenzte Gültigkeit nach der Ausstellung haben, etwa ist das chinesische Touristenvisum nur 3 Monate gültig. Es gibt jedoch auch Visadienste, die man mit der Einholung der Visa gegen Entgelt beauftragen kann. Man muss hierfür jedoch 30 Euro pro Land rechnen.

Anreise

Am schnellsten und bequemsten ist das Flugzeug. Man kann je nach Startpunkt zwischen den Internationalen Flughäfen folgender Hauptstädte wählen: Beijing, Xi'an, Taschkent, Bischkek, Almaty und Teheran. Auch mit der Eisenbahn ist eine Anreise von Europa aus möglich. So verkehrt der Trans-Asia-Express einmal pro Woche von Istanbul in der Türkei nach Teheran. Man ist 70 Stunden unterwegs und muss mit einem Fahrpreis von 70 Euro rechnen. Auch Moskau eignet sich als Startpunkt für die Anreise mit dem Zug. Von dort führen Linien nach Almaty in Kasachstan, Taschkent in Usbekistan und Bischkek in Kirgisistan. Will man nach Beijing, so fährt man mit über Ulan Bator in der Mongolei. Die Fahrt dauert eine Woche.

Das Reisen auf den Seidenstrassen

Auch hier ist das Flugzeug das bequemste Reisemittel; allerdings auch das, das den geringsten Eindruck hinterläßt. Taschkent ist dabei das Zentrum des zentralasiatischen Flugverkehrs. Von hier aus sind alle touristisch wichtigen Ziele zu erreichen, egal, ob sie in Usbekistan selbst oder den Nachbarländern liegen. Will man in China einen Inlandsflug nutzen, so sollte man ihn Zusammen mit einem Langstreckenflug von Deutschland aus buchen, das ist preislich günstiger als eine Buchung vor Ort.
Der Zug ist das preiswerteste Transportmittel zwischen den Städten der Seidenstrasse, allerdings auch das langsamste und unbequemste. Ein früher Kauf der Fahrkarte ist unabdingbar! Die Züge sind immer überfüllt. Am besten kauft man das Ticket bei eine Reiseagentur oder schon in der Heimat, falls möglich.
Bus oder Sammeltaxi können mit den Preisen der Zugverbindungen gut konkurrieren. Es gibt feste Routen. Sammeltaxis starten allerdings erst, wenn sie voll besetzt sind, es sei denn, man bezahlt für die freien Plätze mit.
Taxis erfordern ein gutes Verhandlungsgeschick. Die Preise sollte man unbedingt vor der Fahrt klar gemacht haben. In China allerdings sind die Preise fix, es sei denn, man will über Land fahren oder das Fahrzeug für einen ganzen Tag mieten.
Natürlich kann man auch mit dem eigenen Auto reisen. Das ist dann aber ein zusätzliches Abenteuer, vor allem in verwaltungsorganisatorisch! Als Grenzdokument ist unbedingt ein Carnet de Passages notwendig, daneben braucht man einen internationalen Führerschein sowie eine Haftpflichtversicherung.

Grenzen

Zeit muss man mitbringen, wenn man von einem Land der Seidenstrasse in das Nachbarland wechseln will. Probleme gibt es sonst keine besonderen, außer, dass man sich nach den jeweiligen Öffnungszeiten erkundigen sollte. Machen die Grenzer Mittag, so bedeutet das auch für die Reisenden Pause.

Reisezeit

ie Seidenstrasse verbindet unterschiedliche Länder und unterschiedliche Kulturen, aber auch unterschiedliche Klimazonen. Um extreme Witterungsbedingungen zu vermeiden, wählt man April bis Juni oder September bis Oktober als beste Reisezeit für tiefer gelegende Gebiete und die Monate Mai und Oktober als günstigste Reisezeit für das Bergland. China macht im August Urlaub - da nur wenige Chinesen ins Ausland reisen, kann man sich vorstellen, was um die Highlights des Landes zu dieser Zeit los ist.

Geld

Für die Reise benötigt man Geld in der örtlichen Währung des jeweiligen Landes. Allerdings sollte man nicht zu viel tauschen, da der Rücktausch oft schwierig ist. Man sollte gut kalkulieren. Außerhalb der großen Städte kann man nicht an Bargeld kommen. Im Iran werden Kreditkarten und Travellerschecks nicht akzeptiert, ansonsten nur, aber nicht immer, in den Hauptstädten.

Gesundheit

Imfpungen sind in keinem der Länder der Seidenstraße vorgeschrieben. Das heißt aber nicht, dass man auf einen vernünftigen Impfschutz verzichten sollte. Hier ist Rat vom Fachmann gefragt, einem Reisemediziner. Wichtige Medikamenten müssen von zu Hause mitgebracht werden, allerdings nicht unbedingt im Handgepäck des Flugzeugs. Die Wasserqualität ist in manchen Gegenden nicht gut. Man sollte deshalb nur in Flaschen abgefülltes Wasser trinken.

Wechselkurse (Stand Mai 2009)

China: 1 Renmimbi / Yuan (10 Jiao) - 1 Euro = 9,70
Kasachstan: 1 Tenge (100 Tiin) - 1 Euro = 213,34
Kirgisistan: 1 Som (100 Tyin) - 1 Euro = 61.45279
Turkmenistan: 1 Manat - 1 Euro = 7387.63
Tadschikistan: 1 Somoni (100 Diram) - 1 Euro = 6.22069
Usbekistan: 1 Sum (100 Tijin) - 1 Euro = 2077.53
Iran: 1 Rial (100 Dinars) - 1 Euro = 13854,57
Syrien: 1 Lira (syr. Pfund) - 1 Euro = 69,63

Unterkunft

Die Hauptstädte und die Orte mit Toristenattraktionen haben Hotels in westlichen Standards und zu diesen Preisen. Anders ist es in Zentralasien. Hier sollte man sich an eine Reiseagentur wenden. Für "Notfälle" ist ein Schlafsack sicher hilfreich.

Verständigung

Die örtlichen Reiseagenturen vermitteln Dolmetscher zu humanen Preisen. Englisch wird meist nur in den Hotels gesprochen. Russischkenntnisse sind in Zentralasien vorteilhaft. In China hilft ein guter Reiseführer, der zumindest Strassennamen und Orte auch in chinesischer Schrift aufführt. Nützen könnte auch ein Band der Kauderwelsch-Reihe im Reise-Know-How Verlag.

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