Faszination Seidenstrasse -
von Seide bis Marco Polo
 

Legenden um die Seide

Die Prinzessin der Seide

Die Römer dachten lange Zeit, Seide wachse auf ihnen unbekannten Bäumen.
Das hing sicher damit zusammen, dass die Seide eines der bestgehüteten Geheimnisse eines ganzen Kontinents war.

Entdeckt wurde die Seidenherstellung vor etwa 5000 Jahren. Die Anfänge liegen im Dunkeln der Geschichte und so rankt sich eine Legende um die Entdeckung der Seide, die mit einer Prinzessin verknüpft ist. Lei Zu, die Frau des damaligen chinesischen Kaisers, ging eines Sommertages im kaiserlichen Garten spazieren und ihr fiel in einem Maulbeerbaum eine weißgelbe, etwa 8 bis 10 cm lange Raupe auf. Sie hing in einem Gespinnst von wunderschön glänzenden Fäden. Oder was es so, dass Lei Zu erschrak, als eine Schlange ihren Pfad kreuzte. Schnell flüchtete sie auf einen Maulbeerbaum und entdeckte dort ein kleines eiförmiges Gebilde. Es veränderte seine Form, zerriss und entließ einen Schmetterling. Im Kokon fühlte die Kaiserin das Ende eines Fadens.
Damit wurde Lei Zu zur Seidengöttin, denn sie hatte den Menschen das prächtigste Naturgespinnst der Erde zum Geschenk gemacht.

Was war und ist das besondere an der Seide?

Seidenfäden sind wie ein Hauch von Nichts und dennoch sehr reißfest. Seidenstoffe wärmen bei Kälte und kühlen bei Hitze. Sie können bis zu 10 Prozent ihres eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen, ohne dass man die Nässe fühlt. Bisher gibt es keine künstliche Faser, die sich mit Seide vergleichen kann.

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