Die Seidenraupe
Die Seidenraupe und der Seidenspinner sind mehr als Gold wert
Das Ei des Maulbeerseidenspinners steht am Anfang. Es ist nur so groß wie eine Stecknadel. Aus ihm schlüpft die Seidenraupe.
Neben dem Maulbeerseidenspinner gibt es 400 weitere Arten von Schmetterlingen, die Seidenfäden erzeugen können. Diese stehen aber in ihrer Qualität weit hinter denen des Maulberseidenspinners und der Seidenraupe zurück.
Die wissenschaftliche Bezeichnung der Seidenraupe, d.h. des Schmetterlings, ist Bombyx mori. Der Seidenspinner ist 32–38 mm breit, mehl-weiß, manchmal auch perlgrau und besitzt blass gelbbraune Querstreifen auf den Flügeln. Er hat schwärzlich gekämmte Fühler, sogenannte Antennen. Im Frühsommer erfolt die Paarung des Seidenspinners, die 6 bis 8 Stunden dauert. Kurz danach legt das Weibchen die Eier ab. Es sind etwa 400 an der Zahl. Die Eier sind oval und nur etwa einen Millimeter groß. Sie sind zunächst gelblich, verfärben sich dann aber grau. Erst, nachdem der Winter verstrichen ist, schlüpfen im nächsten Frühjahr die Seidenraupen. Sie sind die Larven des Seidenspinners. Die Seidenraupen häuten sich viermal. Nach der ersten Häutung wird die Seidenraupe grau, wobei unterschiedliche Graustufen anzutreffen sind. Nach 30 bis 35 Tagen verspinnt sich die Seidenraupe. Acht Tage nachdem das Einspinnen vollendet ist, verpuppt sich die Seidenraupe. Es dauert noch einmal acht Tagen bis der fertige Schmetterling schlüpft. Beim Schlüpfen löst der Seidenspinner-Schmetterling den Kokon mittels einer bräunlichen Flüssigkeit an einer Stelle auf. - Für die Seidenproduktion muss der Züchter allerdings verhindern, dass der Schmetterling schlüpft, da er den wertvollen Kokon, der aus den Seidenfäden besteht, zerstört.
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