Was ist Seide
Kultur aus China
Die Frage "Was ist Seide" wollen wir auf den folgenden Seiten beantworten.
Vorab soviel: Seide ist ein Kulturgut aus China.
Die Seide prägte bis ins 20. Jahrhundert das Leben in China. Bereits 2000 Jahre vor Christus hatte man den Seidenkalender eingeführt und rechnete in Seidenmonaten und Seidenjähren. Es würden Altäre und Opferstätten für die Seindengötten gebaut und sogar ein Stern nach ihr benannt. Die Chinesen trugen Seide bei der Hochzeit und hüllten ihre Toten in Seide. Die Seide die Landschaft, die Kultur und die Sitten der Menschen beeinflusst. Die Seidenraupe ist das Tier, dass den größten Einfluss auf China im Vergleich zu anderen Tieren ausgeübt hatte.
Der Seidenfaden - produziert vom Maulbeerspinner, einem Schmetterling als Kokon für seine Eier- ist weniger als ein zehnmillionstel Meter dick. Er besteht aus dem Spinnstoff Fibroin und von Serizin, dass auch Seidenleim genannt wird, umhüllt. Das mittlere Stück des Seidenfadens, aus dem der Kokon besteht, etwa ein Drittel, ist Rohseide bester Qualität. Den restlichen zwei Drittel verspinnt man zu Schappe- und Bouretteseide. Die Blätter von 8 Maulbeerbäumen sind für ein Kilo Seide erforderlich. Für einen dicken Seidenpullover benötigt man 1000 Seidenraupen.
Seide als Exportgut Chinas
Die Seide war bis ins 10. Jahrhundert hinein der Hauptexportartikel Chinas. Doch auf der Seidenstrasse wurde keinesfalls nur Seide transportiert. Es waren Jade, Teppiche, Tierfelle, Tee, Keramik, Zimt und andere Gewürze, die ebenfalls von den Karawanen Richtung Westen befördert wurden. Nach Osten kamen auf der Seidenstrasse die Pferde aus dem Fergana-Tal, die himmlischen Pferde, Schmucksteine und Bergkristalle, Korallen, Elfenbein, Gold, Weirauch sowie Knoblauch und Kohlrabi.
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