Faszination Seidenstrasse -
von Seide bis Marco Polo
 

Seidenstrasse - Entstehung

Die Legenden der Seidenstrasse

Nach der Legende ist Hhang Qian, der oberste Palastwächter des Kaisers Wudi war, für die Entstehung der Seidenstrasse verantwortlich. Wudi lebte von 140 – 87 v. Chr. .


Anfangs handelte man nur innerhalb des chinesischen Kaiserreichs mit Seide. Der Ostteil war mit dem Westen Chinas durch Karawanen verbunden. Diese Karawanen wurden jedoch von Nomaden wie den Xiongunu, die jenseits der Großen Mauer lebten, überfallen. Kaiser Wudi, der der Han Dynastie angehörte, die um ein Faszination Seidenstrasse -igtes China kämpfte, befahl, die Verteidigungslinien nach Zentralasien zu verlagern. Außerdem sollten die Handelsrouten außerhalb der Reichsgrenze ausgebaut werden. Die Strategie war, mit den großen Nomadenstämmen Bündnisse abzuschließen und die kleinen aufbegehrenden Stämme ins Reich einzugliedern. Der Kaiser stattete seine Armee mit kräftigen, robusten Pferden aus, damit diese gegen die berüchtigten Reiter der Xiongnu bestehen konnten. Zuvor hatte die chinesische Armee nur kleinwüchsige Pferde zur Verfügung gehabt. Wudi wollte himmlische Pferde für seine Streitmacht. Diese wusste er im Fergana-Tal im Nordwesten Chinas, auf der anderen Seite des Tian-Shan-Gebirges.
Kaiser Wudi sandte somit im Jahr 138 v. Chr. Zhang Qian in das westliche Land, die heutige Region Xinjiang. . Er sollte bei den Stämmen Zentralasiens große Pferde erwerben und eine sicher Handelsroute erkunden, die den Westen mit dem Osten des Reichs der Mitte verband. Zhang Qians Reise dauerte mehrere Jahre. Er hatte mehrere hundert Krieger, Schaf- und Rinderherden, Seidenstoffe und Geld bei sich. Zhang Qian begann seine Reise in Xi’an, auch Chang’an genannt, und kam nach Loulan, was in der Nähe des heutigen Ruoqiang lag, dann nach Yuli, Guizi, auch Kuqa genannt, Kaschgar bzw. Shule, Yutian bzw. Hotan und Wushun am Fluss Ili. Doch er geriet in die Gefangenschaft der Xiongnu. 10 Jahre lebte Zhang Qian als Gefangener, dann jedoch konnte er flüchten. Er ging nach Kayuan, Kandjou, Dayuezhi, was im heutigen Xinjiang lag, Sogdien, Baktrien und in das Mau-Darja-Tal in Zentralasien. 126 v. Chr. erreichte er Xi’an, den Ort, von dem er die Reise begann.
Es ist allerdings ziemlich fraglich, ob diese Legende der Wahrheit Nahe kommt. Denn Seide war im China Zhang Qians bereits seit wenigstens 1000 Jahren bekannt, so dass es wenig wahrscheinlich ist, dass erst ab dem 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. mit ihr gehandelt wurde. Historisch gesichert ist, dass Schriften aus dem 1. Jhd. v. Chr. Seide im östlichen Mittelmeerraum, besonders  in Tyros und Sidon in Phönizien und auf römischen Märkten erwähnen. Die Seidenstrasse musste folglich bereits exisieren.
Dennoch: die ist es natürlich denkbar, dass die Stämme, die Zhang Qian bereist hatte, Botschafter und Kaufleute nach China sandten und so der Handel aufblühen konnte und die Seidenstrasse entstand.

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